Gebetszeiten und Moscheen in Berlin
Berlin hat eine der ältesten erhaltenen Moscheen Deutschlands und zugleich Gemeinden aus sehr unterschiedlichen Traditionen: türkisch, arabisch, südasiatisch, sunnitisch, ahmadiyya und liberal. Wer in der Hauptstadt die Gebetszeiten sucht, findet Moscheen in fast allen Bezirken, von Neukölln und Kreuzberg bis Wilmersdorf und Heinersdorf.
Moscheen in Berlin
- Şehitlik-Moschee am Columbiadamm in Neukölln: Die DITIB-Moschee steht auf dem Türkischen Friedhof, nach dem sie benannt ist. Sie wurde 2005 fertiggestellt, ist im Stil der osmanischen Moscheen des 16. und 17. Jahrhunderts gebaut und bietet rund 1.500 Gläubigen Platz.
- Wilmersdorfer Moschee an der Brienner Straße in Wilmersdorf: 1928 eröffnet und nach dem Vorbild indischer Mogul-Architektur gebaut. Sie gilt als die älteste noch bestehende Moschee Deutschlands und gehört der Ahmadiyya-Bewegung von Lahore.
- Khadija-Moschee in Heinersdorf: Die Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde 2008 eröffnet und war die erste Moschee im Ostteil Berlins.
- Omar-Ibn-Al-Khattab-Moschee an der Ecke Wiener Straße und Skalitzer Straße in Kreuzberg: Der Gebetsraum fasst etwa 1.000 Gläubige. Zum Gebäudekomplex gehört das Maschari-Center mit Veranstaltungssälen und einer Koranschule.
- Mevlana-Moschee an der Skalitzer Straße in Kreuzberg: Der Trägerverein der Gemeinde wurde 1976 gegründet. Er zählt zu den Gründungsmitgliedern der Islamischen Föderation Berlin.
- Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Moabit: Das 2017 eröffnete Gebetshaus versteht sich als liberal. Frauen und Männer beten dort gemeinsam, und die Gemeinde steht Sunniten, Schiiten, Aleviten und Sufis offen.
Das ist nur eine Auswahl. In Berlin gibt es viele weitere Moscheen und Gebetsräume, oft in Hinterhöfen oder umgebauten Gewerberäumen.
Gebetszeiten im Jahresverlauf in Berlin
Berlin liegt bei etwa 52,5 Grad nördlicher Breite. Deshalb verändern sich die Gebetszeiten im Lauf des Jahres stark. Im Winter sind die Tage kurz: Dhuhr, Asr und Maghrib liegen dann eng beieinander, und Maghrib fällt auf den späten Nachmittag. Im Sommer ist es umgekehrt, die Zeiten rücken weit auseinander.
Besonders auffällig ist die Zeit um die Sommersonnenwende. Dann wird es nachts nicht mehr dunkel genug, damit die Dämmerung die üblichen Winkel für Fajr und Isha erreicht. Fajr beginnt dann sehr früh, und Isha folgt erst spät am Abend. Gemeinden gehen damit unterschiedlich um, etwa mit Näherungsregeln, die die Nacht in Teile aufteilen.
Die Zeitumstellung Ende März und Ende Oktober verschiebt außerdem alle Zeiten auf der Uhr um eine Stunde, obwohl sich der Sonnenstand nicht sprunghaft ändert.
Hinweis: Die Zeiten werden berechnet und können von den Zeiten Ihrer Moscheegemeinde um wenige Minuten abweichen. Maßgeblich ist der Gebetsruf Ihrer Gemeinde.